Unsere Titel des Monats

 

 

Uta Deitenberg empfiehlt:

 

Christina Dalcher, VOX

Stellen Sie sich vor, Sie dürfen nur 100 Wörter am Tag reden! Die neue Regierung der USA hat dies für Frauen angeordnet. Man möchte einen Staat der "Reinen" haben, Frauen werden zur Hausfrau degradiert, verschwinden aus dem Beruf und werden isoliert. Wer verabredet sich schon gern bei einem Kontingent von 100 Wörtern? Die Wissenschaftlerin Jean beginnt sich zu wehren und sieht ihre Chance, als der Bruder des Präsidenten schwer erkrankt. Sie kehrt zurück ins Labor, darf unter strenger Bewachung weiter Hirnforschung betreiben.

Ein sehr spannender Roman! Die Vorstellung, so leben zu müssen, ist absolut grauenhaft! Unbedingt lesen!



Empfehlung 2:

 

J.D. Barrett, Das geheime Rezept für zweite Chancen

Lucy ist Köchin aus Leidenschaft. Sie liebt es, eigene Gerichte zu kreieren oder Klassiker mit ihren Ideen zu verändern. Sie trennt sich von ihrem treulosen Mann und dem gemeinsamen Restaurant. Durch Zufall stößt sie auf ein leerstehendes Haus mit einem Restaurant, das seit über 30 Jahren geschlossen ist. Sie ist begeistert, die Einrichtung ist komplett, alles wirkt gemütlich und Retro. Als sie dann noch das Rezeptbuch ihres Vorgängers findet, startet sie durch. Lucy muss noch einige Hürden nehmen, vor allem, wer ist der Mann in ihrer Küche, den nur sie sehen kann?

Charmanter Sommerroman über gutes Essen, Freundschaft, Liebe und einen Geist. Den Kapiteln sind Rezepte beigefügt, die zum Kochen einladen! Lucy muss man einfach mögen!

 

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Brigitta Hömberg empfiehlt

 

Christian Kraus, Töte, was du liebst

Wer ist Rafael? Zuerst tötet er Katzen, später auch Menschen. Alexander Pustin, neu in der Mordkommission, sucht nach einem offenbar psychisch gestörten Serienmörder. Er verliebt sich auf den ersten Blick in die Gerichtsmedizinerin Luise, eine menschenscheue Person, die Katzen mag. Als der vertraute Tierarzt Dr. Haase zum nächsten Opfer wird, glaubt Luise nicht an Zufall. Ein spannendes Verwirrspiel beginnt.

Musste ich in einem durchlesen.

 

Empfehlung 2:

 

Melanie Raabe, Der Schatten

Die junge Journalistin Norah verlässt ihre Heimat Berlin. Nach einer schicksalhaften Vergangenheit und einer beendeten Beziehung wagt sie einen Neuanfang in Wien. Dort angekommen erlebt Norah eine seltsame Begegnung: eine alte Frau behauptet, dass Norah am 11. Februar einen Mann namens Arthur Grimm töten wird. Sie tut diese Episode als Spinnerei einer Bettlerin ab, bis sie auf einen seltsamen Mann trifft, nämlich Arthur Grimm. Allmählich wird Norah nervös, denn ausgerechnet am 11. Februar fiel vor Jahren ihre beste Freundin einem Verbrechen zum Opfer. Was ist damals passiert? Wird Norah wirklich zur Mörderin?

Interessant aufgebaute Story, flüssig und spannend erzählt. Typisch Melanie Raabe.

 

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Melanie Hils empfiehlt:

 

Klaus-Peter Wolf, Totentanz am Strand

Dr. Bernhard Sommerfeld ist zurück! Diesmal als Rudolf Dietzen, wohnhaft in einem Hochhaus in Gelsenkirchen, abgetaucht, nachdem ihm nach seinen begangenen Morden die Kommissarin Ann Kathrin Klaasen auf der Spur ist. Allein in Gelsenkirchen kämpft er mit sich, seiner Vergangenheit in Bamberg und seiner Sehnsucht nach Ostfriesland und seiner Beate…..und er mordet weiter, wieder nicht aus böser Absicht, sondern weil derjenige es verdient hat und die Welt dadurch ein Stück besser wird. Und dann taucht plötzlich seine ehemalige Sprechstundenhilfe Cordula Baumann auf….

Dr. Sommerfeld hat sich kein bisschen verändert: durchgeknallt und schizophren hält er die Polizei und die Welt in Atem. Ein lustiger, spannender und skurriler zweiter Teil! Für Klaus-Peter Wolf-Fans empfehlenswert, aber nichts für richtige Krimi-Fans!

 

Empfehlung 2:

 

Nina George, Die Schönheit der Nacht

Claire begegnet Julie zufällig in einem Hotel und ist, trotz der nur sehr kurzen Begegnung, fasziniert von ihr. Sie treffen erneut aufeinander als Claires Sohn Julie als seine neue Freundin seinen Eltern vorstellt. Spontan lädt Claires Mann Julie ein, den bevorstehenden Urlaub zu viert zu verbringen. Die beiden Frauen verbringen einen gemeinsamen Sommer in der Bretagne und kommen sich näher. Claire - Professorin für Verhaltensbiologie, unglücklich und eingeengt in ihrer Ehe, funktioniert eher, als dass sie lebt und Julie - jung, möchte den Rausch des Lebens spüren, kommt jedoch nicht aus sich heraus und fühlt sich gefangen. Dieser Sommer lässt die Frauen sich selbst neu entdecken und verändert beide.

Zwei Frauen auf dem Weg zu sich selbst! Das Buch ist toll geschrieben, leidenschaftlich, sinnlich und doch in einer ganz klaren Sprache. Kein bisschen kitschig, sondern intensiv und tiefsinnig mit einem überzeugenden und sehr gelungenen Ende.

 

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Mira Böhmer empfiehlt:

 

Linda Castillo, Ewige Schuld

Vor zwei Jahren sorgte der Mordfall für viel Unruhe in der Amisch-Gemeinde von Ohio: Joseph King erschoss kaltblütig seine Frau Naomi, während ihre fünf Kinder im Nebenzimmer schliefen. Nun ist King aus dem Gefängnis entflohen und hat seine Kinder, die mittlerweile bei Verwandten im Ort Painters Mill wohnen, als Geiseln genommen. Die dortige Polizeichefin Kate Burkholder, ehemaliges Mitglied der Amisch–Gemeinde, kennt Joseph aus ihrer Kindheit. Im Gespräch mit ihr beteuert er immer wieder seine Unschuld und bittet sie, seinen Fall neu aufzurollen. Als King kurz darauf scheinbar grundlos von einem Scharfschützen der Polizei erschossen wird, kommen der Ermittlerin erste Zweifel und sie beginnt, in dem Fall auf eigene Faust zu recherchieren. Aber die zuständigen Kollegen in Mansfield reagieren gereizt, Unterlagen wurden gelöscht und Zeugen eingeschüchtert. War Joseph King trotz erdrückender Beweise unschuldig?

Der mittlerweile neunte Fall für die toughe Ermittlerin Kate Burkholder der Kleinstadt Painters Mill, wo das Zusammenleben von Amischen und `Englischen` immer wieder zu Konflikten führt. Man wundert sich zwar spätestens ab dem dritten Buch, wie in einem so kleinen Ort derart viele Morde geschehen können, aber die Zweifel sind nach den ersten Seiten dieser spannenden Krimi-Reihe immer schnell vergessen.

 

Empfehlung 2:

 

Anja Baumheier, Kranichland

Damals: Die Schwestern Charlotte und Marlene Groen wachsen im Ost-Berlin der 60er Jahre auf und könnten unterschiedlicher nicht sein. Die ältere Charlotte ist stets angepasst und wächst zu einer linientreuen DDR-Bürgerin heran, während Marlene als Jugendliche zunehmend staatskritischer wird und von der Freiheit jenseits der Mauer träumt. Als sie mit ihrem Freund zusammen die Flucht über Prag wagt, kommt es zu einer Katastrophe und beide landen in einem der berüchtigten DDR-Gefängnisse.

Heute: Die Altenpflegerin Theresa Groen erhält die Nachricht, dass ihre ältere Schwester Marlene verstorben ist und ihr ein Haus in Rostock vererbt hat. Doch wie kann das sein, da diese angeblich Jahre vor Theresas Geburt bei einem Unglück ums Leben gekommen ist?

Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen und erzählt in Rückblicken fast 80 Jahre Familiengeschichte. Spannend, überraschend und berührend. Ein Tipp für alle Carmen Korn-Leser!

 

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